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Was ich will, das mag ich nicht!



Vorsätze zur Jahreswende sind so verbreitet wie erfolglos. Wir nehmen uns etwas vor, aber es findet nicht statt. Ob Sport, gute Ernährung oder was immer wir künftig tun wollen, Willensbekundungen allein genügen nicht. Ob wir tun, was wir wollten, hängt von mehreren Faktoren ab. Soforthilfe leisten u.U. drei Tipps mit wissenschaftlicher Grundlage:

  1. Wir müssen auch mögen, was wir uns vornehmen. Je größer die emotionale Ablehnung, desto weniger wahrscheinlich ringen wir uns durch. Klingt nach Widerspruch, ist aber keiner. Man kann durchaus Kondition aufbauen wollen, weil es (langfristig) sinnvoll zu sein scheint, und im konkreten Moment viel lieber auf der Couch liegen, wo es warm und gemütlich ist. Unser Verhalten ist bekanntermaßen zu großen Teilen unbewusst gesteuert und frühere Erfahrungen können unsere Aussicht auf Sport oder gesunde Ernährung emotional so eintrüben, dass uns auch die nagelneuen Laufschuhe nicht auf die Beine bringen. Was wir brauchen, sind positive, an das, was wir letztlich (tun oder erreichen) wollen, geknüpfte Erfahrungen und Emotionen. Zu erinnern, wie sich gute Kondition und fünf Kilo weniger auf der Waage anfühlen, etwa.

  2. Der Forschung Hamburger Wissenschaftler:innen zufolge ist positives Denken, das Ausmalen des eigenen Aussehens und Befindens am Ende einer intensiven Sportphase, wichtig und gut, aber es genügt nicht, um dran zu bleiben. Was es zusätzlich braucht, ist Teil ihrer Methode W-O-O-P. WOOP steht für wish, outcome, obstacle und plan. Und die relevante Botschaft dabei ist, dass es auf das zweite O ankommt. Es werden Obstacles, Hindernisse, auftreten: Es wird regnen, die Laufpartnerin wird absagen und nach 100 Metern setzen Seitenstiche, nach 1000 Metern der sogenannte Hungerast ein. Das Befassen mit möglichen oder zu erwartenden Hindernissen, die uns von unserem Ziel (morgen laufe ich 20 Minuten) abhalten können, macht auch keinen Spaß, aber es verlagert den Frust gewissermaßen vor. Man ist nun nicht mehr überrascht, wenn sie eintreten, sondern bereits für sie gewappnet: Die Regenjacke liegt bereit. Der Entschluss, auch ohne die Laufpartnerin seine Runden zu drehen, ist gefasst. Und wie mit typischen Anfangsproblemen beim Laufen umzugehen ist, wurde dank etwas Internetrecherche ermittelt. Wer sein Vorhaben "woopt", ist entschlossen und vorbereitet. Besonders schön ist es dann, wenn gar keine oder wenigstens nicht alle Hindernisse auftreten!

  3. Noch eines: Was nicht im Kalender steht, findet nicht statt. Es ist nicht ausreichend hoch priorisiert, sonst hätten Sie dafür explizit Zeit eingeräumt. Entweder ist es aber etwas, was Sie wollen, oder Sie beschäftigen sich bereits viel zu lange mit diesen Zeilen. ;-)

https://woopmylife.org/de/home

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